TCG-Damen sorgen weiter für Furore

davTennis 2017 TC Großhesseloh Damen Verena Meliss VorhandDas Büschl Team TC Großhesselohe sorgt mit einem Doppelsieg in der 2. Bundesliga Süd weiter für Furore und erobert einen Spieltag vor dem Saisonende die Tabellenführung.

GroßhesseloheDas Büschl Team TC Großhesselohe hat sich an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga Süd festgebissen. Zwei deutliche Siege an den letzten beiden Spieltagen am vergangenen Samstag gegen den TC Olympia Lorsch (7:2) sowie am Pfingstmontag auswärts beim TC BW Vaihingen/Rohr (8:1) sorgten für eine überraschend gute Ausgangslage der Zweitliga-Damen des TCG. Mit einem weiteren Sieg im Saisonfinale am kommenden Sonntag (11 Uhr) gegen den TC BASF Ludwigshafen wären die Großhesseloherinnen, die mit dem Ziel Klassenerhalt in die Saison gestartet sind, unverhofft Meister. „Wir wollten mit zwei Siegen in die Saison starten. Was danach kam, war schon etwas überraschend“, sagte TCG-Präsident Bernard Eßmann zu der bisher eindrucksvollen Saisonleistung der TCG-Damen.

Ivakhnenko holt vier Punkte – Meliss weiterhin ungeschlagen

Bereits im Heimspiel gegen Lorsch hatte sich ein Sieg früh abgezeichnet, als Valentyna Ivakhnenko (WTA 292) nach einem Satzverlust ihr Spiel gegen die Rumänin Oana Simion in einen Sieg (1:6, 6:3, 10:6) gedreht hatte. Denn in der ersten Einzelrunde waren ebenso Ivakhnenkos Mitspielerinnen Verena Meliss (7:5, 7:6(3) gegen Charlotte Römer) und Isabella Pfennig (6:1, 6:0 Tatjana Stoll) erfolgreich. Nach einem 3:6, 6:1, 10:7-Sieg von Top-Spielerin Jesika Maleckova (WTA 238) gegen die Belgierin Kimberley Zimmermann sowie einem weiteren Erfolg von Lena Hofmann gegen Lisa Brinkmann (6:2, 6:1) war der vorzeitige Sieg bereits eingetütet. Da spielte es keine Rolle, dass Pernilla Mendesova als einzige Spielerin knapp im Match-Tiebreak unterlag (1:6, 6:2, 9:11 gegen Andreea Amalia Rosca aus Rumänien). Zwei Doppelsiege von Maleckova/Ivakhnenko und Mendesova/Meliss brachten dem TCG weitere zwei Matchpunkte.

Im Stuttgarter Stadtteil Vaihingen wurde die Partie ebenfalls nach den Einzeln bereits für den ohne Maleckova angetretenen TCG entschieden. An Position eins gewann diesmal Ivakhnenko gegen Yvonne Cavalle-Reimers mit 6:3, 3:6 und 10:5. Mendesova (6:0, 6:2 gegen Mariana Drazic) siegte ebenso souverän in zwei Sätzen wie Pfennig (7:6, 6:4 gegen die Argentinierin Tatjana Bua) und TCG-Eigengewächs Carolin Himmel bei ihrem Zweitliga-Debüt (7:5, 6:3 gegen Eden Sophie Schlagenhauf). Die 19-jährige Südtirolerin Meliss baute mit einem 6:2, 6:4 gegen die Spanierin Almudena Anz-Llaneza ihre Einzel-Saisonbilanz auf 3:0 aus. Einzig Hafner musste sich gegen Emily Seibold mit 2:6, 3:6 geschlagen geben. Nach drei Doppel-Erfolgen von Ivakhnenko/Mendesova, Meliss/Hafner und Hofmann/Katharina Schöttl war der hohe Auswärtssieg perfekt. „Wir haben uns super geschlagen, obwohl wir personell geschwächt waren. Dass es so gut läuft, haben wir nicht gedacht“, sagte Hafner, die zusammen mit Hofmann das Team für den aktuell erkrankten Trainer Marc Senkbeil betreut.

TCG hält am Jugendkurs fest – Saisonfinale um den Titel zu Hause

In der Tabelle der 2. Bundesliga Süd ist das Büschl Team TC Großhesselohe mit einer Niederlage aus den fünf bisherigen Spielen Tabellenführer.

Am kommenden Sonntag (11 Uhr) geht es gegen den punktgleichen Verfolger BASF TC Ludwigshafen um die Meisterschaft. Der TCG hält dabei weiter an seinem Kurs mit vielen Nachwuchstalenten aus der Region fest und setzt im Saisonfinale weiterhin auf die eine oder andere Jugendspielerin. „Wir werden unser Saisonziel nicht auf einmal verändern. Das Thema Jugendförderung ist uns wichtiger als auf Teufel komm raus 1. Bundesliga zu spielen“, blickt Eßmann auf das Saisonfinale um den Titel und den damit verbundenen Bundesliga-Aufstieg voraus.

 

Bild oben links: TCG-Spielerin Verena Meliss; Foto: Robert M. Frank für TC Großhesselohe

Bild oben links: TCG-Spielerin Verena Meliss; Foto: Robert M. Frank