Gelungenes TCG-Heimdebüt endet mit Punkteteilung

Der TC Großhesselohe hat im ersten Heimspiel seit der Rückkehr in die 1. Bundesliga beim 3:3 gegen den Kölner THC Stadion Rot-Weiß den zweiten Punkt eingefahren.

Großhesselohe – Auf der Vereinsanlage des TC Großhesselohe an der Pullacher Straße verfolgten am Freitagnachmittag knapp 400 Zuschauer gespannt die Bundesliga-Heimspiel-Premiere des TCG. Das erste Bundesliga-Spiel am Isarhochufer seit 2003 endete für die Mannschaft von Großhesselohes Bundesliga-Sportchef Bernard Eßmann mit einem Erfolg. Ebenso wie die Woche zuvor beim Bundesliga-Auftakt beim Allpresan Rochusclub Düsseldorf, glückte dem Aufsteiger auch diesmal ein Punktgewinn. Die Großhesseloher trennten sich von den Rheinländern mit 3:3. „Das Ziel war gegen Köln gewesen, zu punkten. Das haben wir erreicht, auch wenn wir im Nachhinein mit gemischten Gefühlen rausgegangen sind. Köln wäre schlagbar gewesen, aber man muss eben auch nach dem zwischenzeitlichen 0:2 froh sein, dass Peter Gojowczyk mit einer mentalen Meisterleistung den wichtigen Punkt zum 1:2 gemacht hat. Bei einem 0:3 wäre es schwierig geworden. So wie das Spiel gelaufen ist, war ein Unentschieden gerecht. Mit der Punkteteilung müssen wir zufrieden sein“, sagte TCG-Teammanager Christopher Kas.

Bachinger verliert knapp nach Matchtiebreak – Gelungene Rückkehr von Gojowczyk

Nach einem zwischenzeitlichen Regenschauer, der einen verspäteten Start von eineinhalb Stunden mit sich gebracht hatte, entwickelte sich an der Pullacher eine gute Stimmung. Aufgrund der Verspätung gab es gleich drei Matches in der ersten Einzelrunde zu sehen. Dort lief es für den TCG zunächst noch nicht so gut. Der an Nummer vier eingesetzte spanische Youngster Alejandro Davidovich Fokina (ATP 131; Stand: 8. Juli 2019) in Reihen der Hausherren zog gegen den Tschechen Adam Pavlasek (ATP 329) mit 3:6, 3:6 den Kürzeren. Auch Matthias Bachinger (ATP Weltranglistenposition 119) musste sich gegen den erfahrenen Kolumbier Santiago Giraldo (ATP 240) knapp nach Matchtiebreak geschlagen geben. Der Münchner verlor gegen den während der Partie immer stärker werdenden zweimaligen ATP-Tour-Finalisten mit 6:2, 6:7(3), 3:10.

Im dritten Match stellte sein Münchner Teamkollege Peter Gojowczyk (ATP 121) mit einem 6:2, 4:6, 12:10 gegen Jan Choinski (ATP 286) für die Hausherren wieder den Anschluss her. In der an Spannung kaum zu überbietenden Partie wehrte Gojowczyk einen Matchball ab und nutzte wenig später im Matchtiebreak die Chance zum ersten Punktgewinn des TCG vor heimischem Publikum. Der gelungene erste Auftritt des Rückkehrers endete mit viel Applaus seitens der Zuschauer und mit großer Freude des von 2006 bis 2012 in Großhesselohe schon einmal spielenden Tennisprofis. „Im zweiten Satz am Anfang meine Breakchancen nicht genutzt. Wenn ich im zweiten Satz ein bisschen aktiver spiele und meine Chancen nutze, dann hätte ich wahrscheinlich in zwei Sätzen gewinnen können. Das glückliche Ende hatte dann ich“, sagte Gojowczyk nach dem Spiel.

Novak gleicht aus – Weltklasse-Doppel am Isarhochufer

Dennis Novak (ATP 104) war es dann an Position eins überlassen, gegen den 25-jährigen Belgier Kimmer Coppejans (ATP 144) mit einem 7:5, 2:6, 10:4 auszugleichen. Der 25-jährige Niederösterreicher, der tags zuvor noch mit seinem Freund Dominic Thiem (ATP 4) trainiert hatte, kam auf dem Centercourt-Leo-Benz zunächst nicht gut aus den Startlöchern, holte dann aber nach einem zwischenzeitlichen 1:3 auf und drehte den ersten Satz noch zu seinen Gunsten. Nach dem klaren Satzgewinn des Belgiers im zweiten Durchgang behielt der bereits in der Aufstiegssaison für den TCG spielende Novak im Matchtiebreak die Nerven und siegte.

In den Doppeln bot der TCG mit French-Open-Doppelsieger Kevin Krawietz (ATP 255/ Nummer 22 im Doppel) und dem österreichischen Neuzugang Oliver Marach (Nummer 18 im Doppel) absolute Weltklasse-Spieler auf. Die beiden für Gojowczyk und Davidovich ins Spiel gebrachten Spitzen-Tennisprofis wurden auf zwei Doppel aufgeteilt. Während Krawietz mit Bachinger das erste Doppel bestritt, trat Marach mit seinem Landsmann Novak im zweiten Doppel an. Das österreichische Duo verlor gegen Pavlasek und Andreas Mies, Doppelpartner von Krawietz bei den French Open, mit 4:6, 3:6. Das Münchner Doppelpärchen Bachinger/Krawietz sorgten hingegen für großen Jubel beim TCG. Ein 6:3, 7:5 im ersten Doppel gegen Giraldo/Choinski sorgte für den Matchpunkt zum 3:3-Ausgleich.

Positive Bilanz nach gelungenem Heim-Debüt – Sonntag beim Meister Mannheim

TCG-Vorstandsvorsitzender Roland Benedikt zeigte sich mit dem ersten Spiel auf der Vereinsanlage nach 16 Jahren Bundesliga-Absenz zufrieden. Die Partie gegen Köln mit spannenden Matches, mit einem Rahmenprogramm inklusive von Ständen der TCG-Sponsoren, mit der Moderation des bekannten Sportjournalisten Karlheinz Kas sowie mit einem hohen Zuschauerinteresse hatte trotz des schlechten Wetters zu Beginn für eine gelungene Saisonpremiere gesorgt. „Ich denke, dass es ein gelungener erster Heimspieltag war“, zog Benedikt Bilanz.

In der Tabelle der 1. Bundesliga mit zehn Mannschaften bleiben die Großhesseloher weiterhin im Mittelfeld. Der Aufsteiger rangiert mit zwei Punkten nach den ersten beiden Spielen an fünfter Stelle. Am kommenden Sonntag (11 Uhr) bestreitet der TCG auswärts beim TK GW Mannheim am dritten Spieltag ein schwieriges Saisonspiel gegen den amtierenden Meister. „Da wird es schwierig, etwas zu holen. Aber vielleicht können wir einen Punkt aus Mannheim entführen“, blickte Kas auf die Partie beim aktuell ungeschlagenen Tabellenführer voraus.

Foto: Matthias Bachinger (li.) nach dem Spiel gegen Kölns Santiago Giraldo (Quelle: Robert M. Frank für TC Großhesselohe).

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