Innovative Geothermie-Anlage beim TCG betriebsbereit

Der TC Großhesselohe hat eine innovative Geothermie-Anlage auf der eigenen Vereinsanlage neu in Betrieb genommen. Damit nimmt der renommierte Bundesliga-Klub aus dem Münchner Süden eine Vorreiterrolle in Sachen Umweltfreundlichkeit ein.

Großhesselohe – 02.12.2019. In der jüngsten Vergangenheit hatte der TC Großhesselohe aus sportlicher Sicht für viele positive Schlagzeilen gesorgt. Der Traditionsverein vom Isarhochufer war zunächst 2018 nach 16 Jahren Absenz wieder in die 1. Tennis-Bundesliga zurückgekehrt. 2019 ließ der Aufsteiger dann in der Premierensaison mit einer Mischung aus bayerischen und österreichischen Top-Spielern einen guten sechsten Platz folgen.

Winterbetrieb weitestgehend ohne CO2-Emissionen

Der TC Großhesselohe, der 2020 in der Tennis-Bundesliga um die vorderen Plätze mitspielen möchte, hat nun auch im Bereich Umweltfreundlichkeit ein erfolgsversprechendes und innovatives Projekt gestartet. Zukünftig wird die gesamte Anlage und insbesondere die sieben Hallenplätze nicht mehr mit fossilen Brennstoffen sondern mit Erdwärme geheizt. Vor wenigen Tagen ist zu diesem Zweck der Anschluss an das Fernwärmenetz der Geothermiegesellschaft IEP aus Pullach erfolgt. Auch im Winter kann der Tennissport in Großhesselohe nun künftig weitgehend frei von CO2-Emissionen stattfinden

TCG-Präsident Roland Benedikt und Finanzvorstand Jochen Lindner waren persönlich auf der Vereinsanlage an der Pullacher Straße vor Ort, um zusammen mit IEP-Geschäftsführer Helmut Mangold und IEP-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Most die Inbetriebnahme offiziell zu verkünden. TCG-Vorstandsvorsitzender Benedikt lobte den Abschluss mit der IEP als „vor allem aus Umweltaspekten sehr charmante Lösung“, die schon in der Bauphase mit Baumschutzmaßnahmen und sehr rücksichtsvoller Vorgehensweise begonnen habe.

200 Tonnen CO2 eingespart

Auch mit dem Spielbetrieb seien die Erschließungsmaßnahmen ausgezeichnet koordiniert worden. Sein Vorstandskollege Lindner freute sich über die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der IEP, die sich von den ersten Sondierungen bis zur letztlichen Realisierung als echter und kundenfreundlicher Dienstleister gezeigt habe. „Ein überzeugendes Konzept mit geringem Flächenverbrauch und hoher Umweltfreundlichkeit, das hervorragend zu unserem Club passt“, so Lindner

Der TCG betreibt auf seinem 20.000 Quadratmeter großen Areal drei Tennishallen mit insgesamt sieben Plätzen. Fünf dieser Plätze sind in zwei Traglufthallen untergebracht. Neben diesen Sportanlagen werden künftig auch die Geschäftsstelle sowie das Vereinsheim samt Clubrestaurant mit Pullacher Geothermie beheizt. Umgerechnet rund 25.000 Liter Heizöl und 80.000 Liter Flüssiggas jährlich wird die Geothermie-Partnerschaft mit der IEP dem Tennisclub ab sofort einsparen, dadurch werden etwa 200 Tonnen CO2 jährlich vermieden.

Mit Ambitionen in die Bundesligasaison 2020

Auch Helmut Mangold und Andreas Most waren von der guten Kooperation mit dem Tennisclub angetan. Traglufthallen mit Geothermie zu betreiben sei ein Novum und seines Wissens auch einzigartig in Bayern, wo die Tiefengeothermie ihren Schwerpunkt habe, so Mangold. Most, der auch Pullacher Gemeinderat ist, freute sich für die Gemeinde, dass das jahrzehntelange gute Verhältnis mit dem TC Großhesselohe nun auch zu einer Energie-Partnerschaft mit der IEP geführt habe. Die räumliche Nähe ermögliche der IEP einen besonders intensiven Service für ihre Kunden, wovon auch der TCG profitieren werde, sagte Most.

Ebenso wie die neue und innovative Geothermie-Anlage laufen auch die sportlichen Vorbereitungen auf die Bundesliga-Saison 2020 bereits auf Hochtouren. Mit dem deutschen Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber aus Ottobrunn (Nummer 79 der ATP-Weltrangliste ; Stand: 18.11.2019) und dem Berliner Rudolf Molleker (ATP 165) sowie dem Doppel-Spezialisten Philipp Oswald (Nummer 41 der ATP-Doppelweltrangliste) hat der TCG drei deutschsprachige Top-Spieler neu verpflichtet. Hinzu stoßen der französische Davis-Cup-Spieler Jérémy Chardy (ATP 51) sowie das finnische Talent Emil Ruusuvuori (ATP 125), die 2020 das erste Mal am Isarhochufer aufschlagen werden.

Die fünf Neuzugänge, Top-Mann Nikoloz Basilashvili (ATP 26), die bewährten bayerischen und österreichischen Spitzenspieler um Peter Gojowczyk (ATP 118), Matthias Bachinger (ATP 225) und Dennis Novak (ATP 108) sowie weitere internationale Top-Spieler wie Alejandro Davidovich Fokina (ATP 87) oder Kamil Majchrzak (ATP 101) werden 2020 an der Pullacher Straße spielen. Die TCG-Mannschaft soll im kommenden Sommer in der 1. Bundesliga eine noch erfolgreichere Rolle spielen als in der Saison 2019, in der Großhesselohe bei seinen fünf Heimspielen vor bis zu 1.300 Zuschauern an einem Spieltag ungeschlagen blieb. „Mit diesem hochkarätig besetzten Kader wollen wir oben mitspielen und unseren Zuschauern Spitzentennis zum Anfassen präsentieren“, so Benedikt.

Foto: Weihten die neue Geothermie-Anlage beim TC Großhesselohe ein: v. li. Jochen Lindner (Finanzvorstand TC Großhesselohe), Roland Benedikt (Vorstandsvorsitzender TCG), Helmut Mangold (IEP-Geschäftsführer) und Dr. Andreas Most (IEP-Aufsichtsratsvorsitzender); Quelle: Dr. Norbert Baumgärtner | BUK

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