TC Großhesselohe doppelt sich im letzten Heimspiel der Saison zum Unentschieden gegen Rekordmeister Neuss

Tennisclub Großhesselohe
13.8.2026

Nachdem die Meisterschaftsträume der 1. Herren-Mannschaft des TC Großhesselohe in der 1. Tennis Bundesliga durch die beiden knappen Niederlagen beim TK Kurhaus Aachen und im Heimspiel gegen den Tabellenführer TSV 1860 Rosenheim einen endgültigen Dämpfer erhielten, strebte das Team aus Pullach im letzten Heimspiel der Saison gegen den Rekordmeister TC Blau-Weiss Neuss einen versöhnlichen Abschied vor heimischem Publikum an. Nachdem durch zwei knappe Niederlagen im entscheidenden Match-Tiebreak ein 1:3 nach den Einzeln zu Buche stand, rehabilitierte sich das TCG-Team mit zwei erfolgreichen Entscheidern im Doppel und sorgte somit letztlich für ein 3:3-Unentschieden.

Novak ohne Chance gegen Sachko

Den Auftakt auf dem Leo-Benz-Centre-Court beging die österreichische Vereinslegende Dennis Novak, der als Aufstiegs- und Meisterschaftsheld seine zehnte Saison im Dress des TCG bestreitet, im Duell auf der 4er-Position gegen Vitaliy Sachko. Doch vom Start weg dominierte der Ukrainer mit seinen temporeichen Schlägen und ließ den 32-jährigen Novak nicht zur Entfaltung kommen. Nach einem 0:4-Rückstand konnte der ehemalige österreichische Davis-Cup-Spieler mit einem Aufschlag-Winner erstmals anschreiben, musste aber den ersten Durchgang ohne weiteren Spielgewinn abgeben. Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte die ehemalige Nr. 85 der Welt seinen Rhythmus etwas besser gefunden, konnte aber seinen in den Top 200 platzierten Gegner auf dem Weg zum 6:1, 6:3-Erfolg nicht mehr aufhalten.

Vives Marcos kann Comeback gegen Mayot nicht krönen

Nach seinem starken Auftritt im Doppel am Freitag an der Seite von Kevin Krawietz bekam Pedro Vives Marcos heute das Vertrauen im Einzel auf der 3er-Position gegen den Franzosen Harold Mayot. Und gleich zu Beginn zeigte sich der Spanier mit starken Returns präsent und konnte sich gleich das erste Aufschlagspiel seines 24-jährigen Gegners schnappen, was Mayot aber direkt mit zwei Breaks in Folge kontern konnte. Doch der 25-jährige Vives Marcos demonstrierte seine kämpferischen Qualitäten und schaffte die Rückkehr, musste aber den Tiebreak nach einer verschlagenen Vorhand knapp abgeben. Im zweiten Durchgang drehte der TCG-Spieler richtig auf, fand gegen die geradlinigen Schläge des ehemaligen Australian-Open-Juniorensiegers immer bessere Lösungen und schaffte den sicheren Satzausgleich. Im entscheidenden Match-Tiebreak musste der ehemalige College-Spieler einem frühen Rückstand hinterherlaufen, schaffte es aber zurück in die Verlängerung, wo er sich unglücklich zum finalen 6:7 (5), 6:2, 9:11 geschlagen geben musste.

Pavlovic behält gegen Landsmann Tabur die Nerven

Nach seiner knappen Niederlage im Match-Tiebreak in der Partie gegen Rosenheim wollte sich der Franzose Luka Pavlovic als Nr. 2 des TC Großhesselohe gegen seinen Landsmann Clement Tabur rehabilitieren. Und vom Start weg konnte sich der 26-Jährige auf seine starken Aufschläge verlassen und schaffte problemlos den Einzug in den Tiebreak. Dort legte der TCG-Neuzugang einen Endspurt mit fünf in Folge gewonnener Punkte hin und belohnte sich dadurch mit dem Gewinn des ersten Durchgangs. Auch im zweiten Satz gaben sich beide Kontrahenten bei eigenem Service keine Blöße, lediglich Pavlovic musste bei seinem letzten Aufschlagspiel etwas zittern, um erneut den Tiebreak zu erreichen. Dort aber war der knapp 2 Meter große Aufschlaghüne wieder in seinem Element und besiegelte mit einem erfolgreichen Punkte-Triple zum Abschluss den 7:6 (2), 7:6 (5)-Erfolg.

Neumayer unterliegt Moller unglücklich im temporeichen Spitzeneinzel

Ein spannendes Spitzeneinzel war zwischen Lukas Neumayer als Nr. 179 der Welt und dem an Position 190 geführten Elmer Moller zu erwarten, in dem sich der österreichische Davis-Cup-Spieler und der Däne von Beginn an einen temporeichen und intensiven Schlagabtausch lieferten. Zu Beginn bestimmte Neumayer mit seiner druckvollen Vorhand das Geschehen und erspielte sich eine schnelle 5:1-Führung. Nachdem er jedoch seinen Aufschlag abgeben musste und beim Stand von 5:4 insgesamt vier Satzbälle nicht verwerten konnte, musste der Tiebreak die Entscheidung bringen, in dem er sich mit einem unerreichbaren Stopp zwei laufende Satzbälle erspielen und anschließend den Deckel draufmachen konnte. Im weiteren Verlauf fand Moller aber immer besser zu seinen variantenreichen Schlägen auf der Rückhandseite und konnte den Satzgleichstand herstellen. Im entscheidenden Match-Tiebreak agierte der 23-jährige Neumayer lange auf Augenhöhe, musste aber die letzten drei Punkte abgeben und seinem gleichaltrigen Gegner dadurch den 6:7 (4), 6:4, 10:7-Erfolg überlassen.

Nervenstarke Doppel sichern 3:3-Unentschieden

Trotz des 1:3-Zwischenstands nach den Einzeln wollte sich die TCG-Truppe vor heimischer Kulisse noch lange nicht geschlagen geben und brachte zwei Doppel-Spezialisten zum Einsatz. Bereits gegen Rosenheim bewährt hatte sich Pedro Vives Marcos an der Seite des zweifachen Grand-Slam-Champions Kevin Krawietz. Gegen das Neusser Duo Tabur/Sachko zeigte sich die TCG-Paarung auch heute in den entscheidenden Momenten konsequent, ließ sich auch durch den zwischenzeitlichen Satzausgleich nicht aus der Ruhe bringen und triumphierte im entscheidenden Match-Tiebreak mit 7:6 (4), 3:6, 10:6. Noch spannender ging es im 2er Doppel mit dem Polen Karol Drzewiecki und Luka Pavlovic gegen das Neusser Doppel Marat Sharipov/Javier Barranco Cosano zu. Nachdem die ersten beiden Sätze jeweils im Tiebreak aufgeteilt wurden, packten die TCGler im Entscheider zu und sicherten mit dem 7:6 (5), 6:7 (5), 10:6-Erfolg das finale 3:3-Unentschieden. Dadurch rückt der TC Großhesselohe in der Tabelle auf Platz 4 vor.

Eßmann sieht versöhnliches Heimfinale

Im Anschluss an die Begegnung resümierte TCG-Bundesliga-Sportchef Bernard Eßmann das Heimspiel-Wochenende: „Nachdem die beiden Spiele in Aachen und gegen Rosenheim für uns sportlich enttäuschend verlaufen waren und wir dadurch eine gute Ausgangsposition vom Start der Saison aus der Hand gegeben hatten, konnten wir heute unseren Ersatzspielern eine Chance geben, um sich unserem Publikum präsentieren zu können. Umso erfreulicher ist es, dass wir gegen eine stark aufgestellte Neusser Mannschaft noch ein Unentschieden holen und dabei auch mal erfolgreiche Match-Tiebreaks bestreiten konnten. Jetzt freuen wir uns einfach noch auf die letzten beiden Saisonspiele, in denen wir auswärts ohne Druck befreit aufspielen können.“

Auswärtsspiele in Berlin und Köln zum Abschluss

Zum Abschluss der diesjährigen Saison in der 1. Tennis Bundesliga stehen für die 1. Herren-Mannschaft des TC Großhesselohe noch zwei Auswärtsspiele auf dem Programm. Nach dem Spiel beim Aufsteiger Tennis-Club SCC Berlin (Fr 7.8. ab 13 Uhr) empfängt der Kölner THC Stadion Rot-Weiss (So 9.8. ab 11 Uhr) das Team aus Pullach zum Saisonfinale. Alle Begegnungen der 1. Tennis Bundesliga können live und kostenlos beim neuen Streaming-Anbieter Sporteurope.TV verfolgt werden.