
TC Großhesselohe kämpft sich im Auftakt-Duell derMitfavoriten zum 3:3-Unentschieden gegen Gladbach
Großhesselohe– 05.07.2026. Mit dem Auftakt-Kracher gegen den Gladbacher HTC startete dieMannschaft des TC Großhesselohe in die diesjährige Spielzeit der 1. HerrenBundesliga. Dabei schickte TCG-Bundesliga-Sportchef Bernard Eßmann neben demSpitzenspieler der Bundesliga eine argentinische Sandplatz-Armada ins Rennen.In einem hochklassigen Aufeinandertreffen vor 800 Zuschauern mit insgesamt vierMatch-Tiebreaks trennten sich die beiden nominell stärksten Teams der Ligaschließlich mit einem 3:3-Unentschieden.
Trungellitizaubert beim Erfolg gegen Clarke
Sandplatz-Tennisvom Allerfeinsten bekamen die Zuschauer vom TCG-Neuzugang Marco Trungelliti(ATP-Nr. 94) in der Partie auf der 4er-Position gegen den Briten Jay Clarke(ATP-Nr. 246) geboten. Dabei begeisterte der Argentinier mit italienischem Passvon Start weg mit seinem variablen Spiel, schnappte sich gleich das ersteAufschlagspiel seines 27-jährigen Gegners und legte mit einemVorhand-Gewinnschlag zu einer Doppel-Breakführung nach. Zwar musste der36-jährige Trungelliti, der im Saisonverlauf als ältester Spieler seit mehr als50 Jahren erstmals in die Top 100 der Weltrangliste vordringen konnte, seinAufschlagspiel einmal abgeben, packte aber zum Abschluss noch einmal beiService seines Gegners zu und tütete den Durchgang mit seinem fünften Satzballein. Auch im zweiten Satz dominierte der Routinier mit seinen immer wiedereingestreuten Stoppbällen. Zwar musste er nach einem frühen Break ebenfallsseinen Aufschlag abgeben, konterte aber mit dem vorentscheidenden Break zur5:3-Führung und besiegelte in einem spektakulären Matchball per Vorhand-Winnerden 6:2, 6:3-Erfolg zum Jubel des heimischen Publikums.
Tirantemuss sich van de Zanschulp beugen
Einetemporeiche Begegnung bekamen die Zuschauer im Duell der 2er zwischen denWeltranglistennachbarn Thiago Agustin Tirante (ATP-Nr. 55) aus Argentinien unddem Niederländer Botic van de Zandschulp (ATP-Nr. 54) geboten. Zu Beginn wirkteder 25-jährige Tirante in den ersten Spielen eher am Drücker, doch im weiterenVerlauf demonstrierte van de Zandschulp, warum er bereits zweimal das Endspielder BMW Open erreichen konnte und dominierte zusehends mit seiner druckvollenVorhand. Zwar konnte Tirante beim Stand von 3:3 zwei laufende Breakbälle mitzwei Assen abwehren und dadurch vorerst im Spiel bleiben, musste aber einAufschlagspiel später sein Service mit einem zu kurz geratenen Stopp-Versuchabgeben. Diesen Vorsprung ließ sich der niederländische Davis-Cup-Spieler nichtmehr nehmen und fixierte mit einem Vorhand-Cross-Winner den Gewinn des erstenDurchgangs. Im zweiten Satz drängte van de Zandschulp, der 2024 densiebenfachen Grand-Slam-Champion Carlos Alcaraz bei den US Open besiegenkonnte, auf die frühe Entscheidung. Nach einem frühen Break im dritten Spieldurch einen cross geschlagenen Vorhand-Gewinnschlag war der 30-Jährige nichtmehr zu stoppen und besiegelte bei Service seines Gegners durch einenPassierschlag den 6:4, 6:3-Erfolg
Darderiverpasst Comeback-Coup gegen Etcheverry
Prallgefüllt war der Leo-Benz-Centre-Court mit der neuen Zusatztribüne imSpitzeneinzel zwischen dem TCG-Spieler Luciano Darderi (ATP-Nr. 16) und TomasMartin Etcheverry (ATP-Nr. 32). Und zu Beginn unterstrich der 26-jährigeEtcheverry, warum er im Frühjahr in Rio bereits auf 500er-Ebene auf der ATPTour triumphieren konnte. Auch nach einem frühen Break hatte der Spieler aus LaPlata weiterhin auf sämtliche Bemühungen des 24-jährigen Darderi eine Antwortund sicherte sich mit einem weiteren Break zum Abschluss den ersten Durchgang.Auch zu Beginn des zweiten Satzes packte der argentinische Davis-Cup-Spielermit einem frühen Break zu, musste aber anschließend sein eigenes Aufschlagspielmit einem Doppelfehler abgeben. Mit dem Momentum im Rücken fand Darderi immerbesser ins Spiel und diktierte nun das Geschehen. Mit einem unwiderstehlichenVorhand-Gewinnschlag verschaffte er sich das Break zur 5:3-Führung und fixierteim anschließenden Service-Game mit einem direkten Aufschlagpunkt denSatzgleichstand. Im entscheidenden Match-Tiebreak stemmte sich der DeutscheMannschaftsmeister von 2024 weiterhin vehement gegen die drohende Niederlage,musste die Partie aber mit einem Doppelfehler zum finalen 3:6, 6:3, 5:10endgültig abgeben.
Weltmeister-SohnBurruchaga triumphiert im Matchball-Krimi
HochklassigesSandplatz-Tennis wurde den Zuschauern auf der Position 3 zwischen dem bislangim Einzel ungeschlagenen TCG-Spieler Roman Burruchaga (ATP-Nr. 65), dessenVater Jorge im Fußball-WM-Finale 1986 für Argentinien das entscheidende 3:2gegen Deutschland erzielte, und dem talentierten Spanier Daniel Merida (ATP-Nr.84) geboten. Den besseren Start erwischte dabei der 24-jährige Burruchaga, derdas Match auch nach einem frühen Break weiterhin kontrollierte, mit einemspektakulären Longline-Rückhand-Winner nachlegte und den ersten Satz sicherausservierte. Doch mit Beginn des zweiten Durchgangs steigerte sich der21-jährige Merida zusehends, setzte seinen Gegner immer mehr unter Druck undkonnte mit ebenfalls zwei Breaks den Satzgleichstand herstellen. Imentscheidenden Match-Tiebreak bekamen die Zuschauer einen fesselnden Krimigeboten. Während Merida zwei Matchbälle verstreichen ließ, nutzte Burruchagaseine dritte Möglichkeit mit einem konsequenten Netzangriff und fixiertedadurch den frenetisch umjubelten 6:2, 2:6, 14:12-Triumph, der den2:2-Zwischenstand nach den Einzeln bedeutete.
Doppel-Spezialistenauf beiden Seiten sorgen für das Unentschieden
Hochspannungwar bei der hochklassigen Begegnung auch in den Doppeln angesagt, für das beideTeams je einen Joker in Form eines Doppel-Spezialisten ziehen konnten. Sokonnte der TC Großhesselohe den Augsburger Constantin Frantzen an die Seite desBundesliga-Spitzenspielers Darderi stellen. Nach erfolgreichem Auftakt-Satzmusste das TCG-Duo zwar den Gleichstand hinnehmen, konnte aber denentscheidenden Match-Tiebreak mit 10:6 zu seinen Gunsten entscheiden. Doch auchdie Gladbacher konnten den Niederländer Robin Haase aufbieten, der auf der Tourgemeinsam mit Frantzen antritt. An der Seite seines Landsmanns van deZandschulp dominierte die Paarung aus dem Rheinland den ersten Durchgang gegenTirante/Burruchaga. Doch das argentinische Doppel steckte nicht auf, ließ sichauch nach abgegebenem Break-Vorsprung nicht abschütteln und schaffte imTiebreak den Satzgleichstand. Im Match-Tiebreak hatten aber die Gäste knapp mit10:8 die Nase vorn und fixierten damit den 3:3-Endstand in der Gesamtbegegnung.
Bundesliga-SportchefEßmann sieht leistungsgerechtes Unentschieden
Im Anschluss an die Partieresümierte Bundesliga-Sportchef Eßmann: „Ich denke, wir haben heute einequalitativ hochwertige Bundesliga-Begegnung mit sieben Top-100-Spielern imEinzel auf dem Platz gesehen, was wir hier in Großhesselohe noch nie hatten. Beiden engen Einzeln war zwischen einem 1:3-Rückstand und einer 3:1-Führung allesmöglich und auch bei den Doppeln hätte wir beide gewinnen oder verlierenkönnen. Insofern ist es für mich ein faires und leistungsgerechtesUnentschieden. Für uns gilt es nun, die nächsten beiden Auswärtsspiele zugewinnen, um in der Liga oben mit dranzubleiben.“
Doppelter Auswärtsspieltag am kommenden Wochenende
Nach der Punkteteilung zuhause gegen den Mitfavoriten aus Gladbach steht für die 1. Herren-Mannschaft des TC Großhesselohe am kommenden Wochenende ein Auswärts-Doppelpack an. Dabei tritt das TCG-Team am Freitag (10.07.) beim achtfachen Deutschen Meister Grün-Weiss Mannheim an, ehe die Reise am Sonntag (12.07) in den Augsburger Siebentischwald zum bayerischen Derby gegen den Bundesliga-Rückkehrer TC Augsburg geht. Verfolgt werden können diese Begegnungen live beim neuen Streaming-Anbieter Sporteurope.TV. Die Tickets für die restlichen Heimspiele des TC Großhesselohe ab 18 Euro mit dem Duell gegen Vorjahresmeister TC Bredeney (So 19.07.) und dem Wochenend-Doppelpack mit dem oberbayerischen Derby gegen den TSV 1860 Rosenheim (31.07.) und der Visite des deutschen Rekordmeisters TC Blau-Weiss Neuss (02.08.) werden online exklusiv über „eventim“ vertrieben, Restkarten gehen in den Verkauf an der Tageskasse der jeweiligen Heimspiele. Aktuelle Infos und das Ticketing findet sich auf der offiziellen Vereins-Website www.tc-grosshesselohe.de.








